20631: Wie kann man die Symbole bzw. Abkürzungen für Zuglaufmeldungen in Bild- und Buchfahrplan ändern?

Für die Darstellung im Bildfahrplan gibt es verschiedene Symbolsätze, welche sich unter Fahrplanabhängige Anzeige-Einstellungen --> Sonstiges --> Symbolsatz für Zuglaufmeldungen einstellen lassen. Neben einem allgemeinen FBS-Standard gibt es hier für Anwendungen in Deutschland einen Symbolsatz nach DB-Netz-Richtlinie 402.0411A01. Da die deutsche FV-NE keine Symbole definiert, werden hierfür wahlweise die Abkürzungen der FV-NE oder sinngemäß angepasste Symbole der DB-Richtlinie angeboten.
Zur konkreten Eingabe der Symbole in den Bildfahrplan s. vorheriges Thema; bei der dort beschriebenen manuellen Eingabemöglichkeit können Sie Symbole auch beliebig symbolsatzübergreifend und unabhängig von Meldungen verwenden.

Für den Buchfahrplan sind die verwendeten Abkürzungen abhängig vom verwendeten Buchfahrplan-Format. Eine Übersicht über die aktuellen Symbole der deutschen Symbolsätze und Buchfahrplan-Formate finden Sie hier (PDF, 132 kByte).

Bitte beachten Sie im Zusammenhang mit der Kennzeichnung in Buchfahrplänen noch folgende Hinweise:

  • Die Kennzeichnung, wer die Zuglaufmeldungen abgibt, erfolgt in den meisten Formagten abhängig davon, ob die Betriebsstelle in den Infrastrukturdaten als betrieblich besetzt gekennzeichnet ist oder nicht. Bei unbesetzten Betriebsstellen erfolgt meist die Kennzeichnung Zf für Zugführer, bei betrieblich besetzten eine Kennzeichnung wie öBfFdl (DB) oder öBb (FV-NE). Bitte prüfen Sie, dass bei allen Betriebsstellen, bei denen Sie die Kennzeichnung Zf wünschen, unter Streckendaten --> Betriebsstellen die Eigenschaft (zeitweise) unbesetzt eingeschaltet ist.
  • Die "Halteinformation" vorsichtige Einfahrt wird i. d. R. als vE in der Spalte Gleis und nicht in der Spalte Meldungen dargestellt. Diese Information hat keinerlei automatischen Einfluss auf die Fahrdynamik in FBS. Zur Berücksichtigung einer eventuell damit verbundenen reduzierten Einfahrgeschwindigkeit sollten Sie einen speziellen Bahnhofsfahrweg mit Geschwindigkeitsbegrenzung anlegen und verwenden. Sie können in diese Gleisbezeichnung dann auch gleich das "vE" einfügen, so dass es automatisch in der Spalte Gleis erscheint und man auf die zusätzliche "Halteinformation " vorsichtige Einfahrt völlig verzichten kann.
  • Die Halteinformation Halt vor und Fahrtanfrage ab Trapeztafel ist eher der Vollständigkeit wegen enthalten und muss nur selten manuell gesetzt werden. Für die meisten Buchfahrplanformate ist vorgegeben, dass FBS die Einfahrreihenfolge auf entsprechenden Bahnhöfen selbst erkennt dem als zweites ankommenden Zug die Kennzeichnung des Halts vor Einfahrt zuweist. Diese Form der Kennzeichnung ist allerdings traditionell begründet und nicht unbedingt zeitgemäß. Um den Zeitbedarf für den Halt vor Einfahrt mit einzukalkulieren, sollten Sie die Trapeztafel wie ein Einfahrsignal als Zugfolgestelle einfügen und dort einen Betriebshalt vorsehen, der dann als solcher auch im Buchfahrplan gekennzeichnet wird. Sinngemäß würde man bei einem gleichartigen Betriebshalt an einem "echten" Einfahrsignal im Zugmeldebetrieb in Deutschland ebenso diesen im Buchfahrplan am Einfahrsignal kennzeichnen.
  • Ein Halt vor Trapeztafel wird i. d. R. nur an den Betriebsstellen in den Buchfahrplan eingetragen, welche unter Streckendaten --> Betriebsstellen durch ohne stellbare Einfahrsignale (mit Trapeztafeln) gekennzeichnet wurden. In allen anderen Fällen können wir davon ausgehen, dass ein stellbares (gültiges) Einfahrsignal vorhanden und zu verwenden ist. (Ein unbesetzter Bahnhof mit gültigen Einfahrsignalen müsste ausgeschaltet sein und wäre somit nach derzeitigen Regeln nicht für Zugkreuzungen verwendbar.)
  • Bei einfachen Zugkreuzungen mit Rückfallweichen ist es i. d. R. zulässig, auf den Halt vor Trapeztafel zu verzichten. Der Bahnhof funktioniert dann allerdings wie ohne Einfahrsignale und muss in den FBS-Streckendaten auch so gekennzeichnet werden, da die Trapeztafel (so überhaupt vorhanden) nicht mehr das Einfahrgleis deckt. Demzufolge muss das Einfahrgleis bereits frei sein, bevor ein nachfolgender Zug die zurückliegende Zuglaufmeldestelle verlässt. In FBS bewirkt das ein Ausdehnen der Belegungszeittreppen auf die Aufenthaltszeit im Bahnhof.

Zuletzt aktualisiert am 29.03.2017 von iRFP-Support.

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