Statistik

Betriebsleistung berechnen, Daten für Trassen- und Stationspreiskalkulation liefern, Kapazitäten abgleichen

Obwohl es heißt, ein Bild sagt mehr als tausend Worte und obgleich in der Tat viele eisenbahnbetriebliche Dokumente, die mit Hilfe von FBS erzeugt werden - Bildfahrpläne, Umlaufpläne, Linientaktkarten, Bahnhofsfahrordnungen - hauptsächlich grafische Medien sind, so besteht die Substanz der Daten für ein Betriebskonzept im Kern vor allem aus nichts anderem als Zahlen. Und es ist unumgänglich, diese Zahlen zu ordnen, zu selektieren, zu aggregieren und weiter zu verarbeiten, wenn beispielsweise ein Betriebsprogramm im Rahmen eines Submissionsverfahrens bewertet und kalkuliert werden soll.

Die Statistikanwendung von FBS wirkt grundsätzlich netzweit und verfügt über ein umfangreiches Instrumentarium zum Filtern und Selektieren aller Werte, z.B. nach ausgewählten Linien, Gattungen/Produkten, Betriebsstellenarten und vielen anderen Infrastrukturattributen oder die Möglichkeiten der Eingrenzung auf Zeiträume oder ein von der Netzperiode abweichendes statistisches Jahr.

Im SPNV stellen die Betriebsleistungen (Zugkilometer pro Zeitraum) für Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen eine zentrale Größe dar. Wenn Züge die Territorien verschiedener regional zuständiger Bestellorganisationen durchfahren, ist es kein Problem, die Betriebsleistungen differenziert abzufragen, wenn zuvor in den Infrastrukturdaten der Bildfahrpläne entsprechende Tarif- und Erfassungsbereiche angegeben wurden. Ähnlich verhält es sich mit Streckenabschnitten, die unterschiedlichen Infrastrukturbetreibern gehören. Leicht fällt es auch, Zugkilometer für Leertrassen zu ermitteln, die nicht im "Bestellvolumen" der veröffentlichten Fahrten enthalten sind.

Natürlich sind für alle Bahnverkehre die Trassen- und Stationspreise maßgebliche Kostenträger. Trassenpreise werden i.d.R. nach Entfernungen bemessen, die nicht exakt den physischen Längen der Infrastruktur, wie sie den fahrdynamischen Berechnungen im iPLAN zugrunde liegen, entsprechen. Dennoch hilft die FBS-Statistik weiter, denn sie ermöglicht ein Ergänzen der internen (physischen) Entfernungsangaben durch externe Längenangaben (z.B. gemäß TPS) speziell für Zwecke der Trassenpreiskalkulation.

Zur Stationspreiskalkulation wird eine Betriebsstellenstatistik angeboten, die Auskunft über die Anzahl der Ankünfte und Abfahrten, Verkehrshalte, beginnende/endende Züge etc. bietet. Sinnvoll ist dies natürlich vor allem in Kombination mit den Filter- und Auswertungsmöglichkeiten des Programms. Für jede Betriebsstelle wird deren Kategorie im Sinne des Stationsmodells der Deutschen Bahn gleich mitgeführt, wenn das FBS-Betriebsstellenverzeichnis entsprechend gepflegt wurde.

Zu den betrieblichen Aufwänden, die vor allem das Verkehrsunternehmen interessieren, gehören die Fahrleistungen (Fahrzeugkilometer pro Zeitraum), die bei gleicher Betriebsleistung - abhängig von der Zugbespannung - verschieden ausfallen können. Der FBS-Anwender nutzt dazu die Zugteil- bzw. Fahrzeugstatistik.

Wer nachweisen muss, dass geforderte Mindestkapazitäten - vielleicht in Form von abschnitts- und verkehrstagegenauen Vorgaben je Zug - mit dem in FBS geplanten Konzept eingehalten werden, der findet in der verkehrlichen Statistik eine Tabelle u.a. mit Angaben zur Bespannung und den angebotenen Sitzplätzen, die auf ein Stärken und Schwächen des Zuges an Unterwegshalten reagiert. Dabei kann sogar berücksichtigt werden, wenn (vielleicht aus Umlauf- und Kostengründen) verschlossene Zugteile mitlaufen, deren Plätze deshalb nicht mehr zur Verfügung stehen.

Selbstverständlich können Sie all diese umfangreichen Tabellen ganz einfach in Ihre Kalkulationsprogramme kopieren und dort weiterverarbeiten.