Fahrzeitberechnung

Ähnlich wie bei der Konstruktion eines Fahrplans basiert die Fahrzeitberechnung auf Infrastruktur- und Fahrzeugdaten. Die Fahrzeitberechnung selbst ist eine Voraussetzung für die Erstellung des Fahrtenangebotes im Bildfahrplan, jedenfalls wenn dies auf konstruktive Weise erfolgen soll. Aber es gibt häufig auch Anwendungsfälle - z.B. während früher Phasen des Planungsprozesses - bei denen die Fahrzeitberechnung allein gefragt ist und kein vollständiger Fahrplan entstehen soll.

Beispielsweise lässt sich mit Hilfe des Fahrschaubildes im Zugfenster des FBS-Bildfahrplanes mit wenigen Klicks ein Vergleich der Fahrzeiten verschiedener Fahrzeugvarianten oder Zugkonfigurationen vornehmen. Beim Fahrzeitvergleich spielen die Aufenthaltszeiten keine Rolle, hierbei geht es nur um fahrdynamische Zusammenhänge - also die technischen Parameter der Infrastruktur (zulässige Geschwindigkeiten, Streckenwiderstände wie Neigungen, Tunnel, Bögen) und des Fahrzeugs (Leistungs-Masse-Verhältnis, Zugkraft, Bremseinstellungen). FBS führt die Fahrzeitsumme genauso wie Fahrzeiten zwischen den einzelnen Betriebsstellen auf Zehntelminuten genau auf und zeigt den Fahrtverlauf über die Strecke.

Mit Hilfe solcher Rechnungen lassen sich wesentliche Fragestellungen effektiv beantworten: nicht immer ist eine teure und langwierige Infrastrukturmaßnahme erforderlich um ein Anschlussproblem zu lösen oder eine durchgreifende Reisezeitkürzung zu erzielen. Manchmal genügt es schon, ein schnelleres oder spurstärkeres Fahrzeug zu finden oder eine fahrplantechnologische Änderung vorzunehmen, z.B. ein anderes Bahnhofsgleis zu nutzen. Dann lässt sich Geld und Zeit sparen - Voraussetzung ist jedoch eine präzise Fahrzeitrechnung wie sie in FBS erfolgt.